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Wir verzichten nicht!

Unser Aufruf zur Demonstration am 13. Mai 2009 

Täglich überschwemmen uns die Medien mit neuen Horrorzahlen über die Wirtschaftskrise.
Die österreichische Politik schwächt ab und behauptet, dass es uns nicht so hart trifft, obwohl internationale Wirtschaftsprognosen etwas Anderes sagen. Die Arbeitslosenzahlen steigen, immer mehr Menschen sind von Kurzarbeit betroffen, und andere verzichten angeblich freiwillig auf einen Teil ihres Gehalts. Die UnternehmerInnen nützen die Krise, um Löhne zu drücken und ArbeitnehmerInnenrechte zu untergraben. Null-Lohnrunden werden von der Arbeitgeberseite gefordert, Kurzarbeit wird verlängert und die Armutszahlen explodieren.

Gewinne wurden privatisiert, Verluste vergesellschaftet!
Beispiel Magna: Ungefähr 5 Milliarden Dollar Gewinn hat der Magna-Konzern in den letzten 10  Jahren gemacht, auch 2008 waren es noch 70 Millionen. Deswegen kann sich Stronach auch den Einstieg bei Opel überlegen, während die ArbeiterInnen kurz arbeiten müssen und die Angestellten zu „freiwilligem“ Lohnverzicht überredet werden.

Die Schere zwischen Löhnen und Unternehmensgewinnen schließen!
Nach einer OECD-Studie aus dem Jahr 2006 ist der Anteil der Löhne am Bruttosozialprodukt in den reichsten 15 EU-Staaten seit den achtziger Jahren um 13 Prozent zurückgegangen, während die Unternehmensgewinne kräftig zulegten. Trotzdem hat sich das Steueraufkommen massiv zu Ungunsten der ArbeitnehmerInnen verschoben. Zudem geht die Schere zwischen dem wachsenden Niedriglohnbereich und den Spitzengehältern immer weiter auseinander.  Der Staat hilft Unternehmen und Finanzwirtschaft durch Konjunktur- und Bankenpakete. Dadurch explodieren die Staatsschulden – und wir sollen sie bezahlen.

Wir brauchen aktive und kämpferische Gewerkschaften!
Die Sozialpartnerschaft hat uns ArbeitnehmerInnen in den letzten Jahrzehnten nur Verschlechterungen gebracht. Für die ArbeitgeberInnen ist sie nur ein willkommenes Instrument um ihre Forderungen ohne Gegenwehr durchzusetzen. Damit muss endgültig Schluss sein. Deswegen müssen die Gewerkschaften jetzt aktiv werden! Die Demo ist ein guter Anfang, doch darf sie nur ein erster Schritt sein, dem weitere folgen müssen. Betriebsversammlungen und Streiks müssen österreichweit, europaweit und weltweit organisiert werden.
Die Krise trifft ALLE und deswegen müssen auch ALLE dagegen ankämpfen.

Gegen Entsolidarisierung!
ArbeitnehmerInnen dürfen sich nicht entsolidarisieren lassen!
Die Arbeit der Gewerkschaften darf sich nicht darauf reduzieren, die Interessen „IHRER“ Berufsgruppen zu vertreten. BelegschaftsvertreterInnen müssen sich für ALLE Beschäftigten – von den Beamten bis zu den „LeiharbeiterInnen“ einsetzen! Auch in Krisenzeiten müssen wir offensiv auftreten, die wirklichen Ursachen aufzeigen und wirksame Gegenmaßnahmen fordern.

Offensive statt Defensive!

Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich statt Kurzarbeit und Kündigungen!
Umverteilung von oben nach unten statt Milliardenspritzen für die KapitalistInnen!
Höhere Besteuerung von Vermögen und Gewinnen statt Kürzungen im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich!
Gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen statt sozialpartnerschaftlichem Kuscheln!
1.200 Euro netto Mindestlohn für alle!